Am Anfang war die Sehnsucht
Egal, wie ich es drehe und wende: es bleibt die Frage „wozu das alles?“. Es endet doch ein jeder Mensch gleich, ob mit oder ohne materiellen Reichtum. Dieses Leben ist endlich, unsere Körper vergehen; mögen sie dick oder dünn, gesund oder krank gewesen sein; sie verrotten, gehen ein in die restliche Materie und setzen sich auf irgendeine andere Weise wieder zusammen. Alles ist Verwandlung. Wir könnten es kreativ spielerisch sehen und unsere Zeit hier nutzen, um in genau dieser Gestalt unser Potential auszuschöpfen, uns daran zu erfreuen, mit uns im Reinen sein. Eine solche Seinsweise würde in ein friedliches und freudiges Miteinander münden.
Wo beginnt Mandalavision?
Was ist es, was mich an Mustern so fasziniert? Warum habe ich vor vielen Jahren begonnen, Mandalas zu zeichnen? Der Beginn liegt in einer Lebensphase, in der mir der Halt fehlte und es mir nur mit Mühe und Not möglich war, mich in der Gesellschaft zurechtzufinden. Zuhause fühle ich mich „hier“ sowieso nicht. Der Beginn von Mandalavision liegt in einer tiefen Sehnsucht. Und die spüre ich momentan auch wieder. Nach vielen Jahren des Machens und auch der Freude am Tun holt mich gerade wieder ein Sinnlosigkeitsgefühl ein. Einerseits glücklich und dankbar für meine Kreativität und Schaffenskraft, für alles, was ich bisher verändern und in die Welt bringen durfte, zeichnet sich doch immer wieder ab, dass diese Fähigkeiten in unserer Welt bzw. unserer Kultur nichts wert sind. Es ist die Sehnsucht nach einer schöpferischen, lebensfrohen Welt, in der jeder Mensch seine ihm eigenen Talente einbringt und allein durch sein Dasein wertvoll ist; d.h. mit seinem ihm eigenen Talent finanziell lebens- und handlungsfähig ist (sofern ein „finanzielles Konstrukt“ überhaupt nötig wäre).
Hier beginnt JETZT
Meine jetzige Situation ist eine völlig andere als vor 25 Jahren. Aber es klingt ein Thema an, das mich an damals erinnert. Dieses Thema ist selbst ein Muster.